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Post baut ihr Engagement im Gesundheitswesen aus
Die Schweizerische Post will sich als vielseitige Anbieterin von integrierten und branchenspezifischen Dienstleistungen für die Leitungserbringer im Gesundheitswesen etablieren. Sie baut dabei auf ihren drei Kernkompetenzen Logistik, Informationsmanagement und Management von Finanzflüssen. Die Post betreibt bereits spezifische Logistiklösungen für Spitäler, Ärzte, Apotheken und Labore und baut sie stetig aus. Hierbei setzt sie ihr grosses Logistik-Know-how und ihre Infrastruktur gezielt ein und kann massgeblich zur Optimierung der Prozesse beitragen. Als unabhängiges Unternehmen führt die Post mit interessierten Kantonen Gespräche, um das Projekt einer elektronischen Gesundheitskarte voranzutreiben. Ihre Angebote und darauf aufbauenden Projekte stellt sie am 19. und 20.April an der IHS, einem Fachforum für Spitalingenieure, vor.
Kliniken, Spitäler, Ärzte und Labore erledigen heute viele Arbeiten selbst, die nicht zu ihren Hauptaufgaben gehören, die aber für das Funktionieren ihrer Dienstleistungen unerlässlich sind. Dazu gehören beispielsweise das Beschaffungswesen, die Sterilisation von Instrumenten und Geräten und das im Spitalwesen aufwändige Gebäudemanagement. Im Zug steigender Ansprüche an die Qualität bei gleichzeitigem erhöhtem Kostendruck steigt auch der Aufwand im Informationsmanagement. Die Post kann ihre Kunden mit ihren spezifischen Logistik- und Gebäudemanagementlösungen, dem sicheren und medienbruchfreien Informationsaustausch sowie im Zahlungsverkehr professionell entlasten und effizient unterstützen. Das Management von Waren-, Daten- und Geldflüssen gehört zum Kerngeschäft der Post. Sie ist in der Lage, ihre Kernkompetenzen Logistik, Informationsmanagement und Management von Finanzflüssen an die Anforderungen der Leistungserbringer im Gesundheitswesen anzupassen. Eine Konzentration auf die medizinische Kernleistung ermöglicht den Leistungserbringern eine Verbesserung ihrer Effizienz.
Innovative Logistikkonzepte
Bereits heute unterstützt die Post die Gesundheitsbranche mit innovativen Dienstleistungen. So beispielsweise mit speziellen Lösungen für den elektronischen Einkauf und die Beschaffung von Medizinalprodukten. Die Spitäler bestimmen selbst den Einkauf, können aber gleichzeitig aufgrund gemeinsam genutzter Lager sowie einer elektronischen Bestellplattform ihr Sortiment straffen und damit beachtliche Einsparpotenziale erreichen. Die Post besorgt die externe Lagerhaltung von Spritzen oder Verbandmaterial und liefert diese bis auf die Etage oder gar in den richtigen Schrank in der Pflegeabteilung. Dadurch können Spitäler Lagerbestände reduzieren und Materialverluste minimieren. Sie profitieren von einer erhöhten Verfügbarkeit von Instrumenten, Implantaten oder Medikamenten bei gleichzeitig tieferen Kosten. Weiter sind Lösungen im Aufbau, die Effizienzsteigerungen im Bereich der regionalen Sterilisationslogistik ermöglichen.
Ein besonderes Augenmerk richtet die Post auf das Gebäudemanagement bei Spitälern. Hier hat sie mit ihrem eigenen Portfolio von 3100 Objekten und einer Gesamtfläche von über 2,6 Millionen Quadratmetern grosse Erfahrung. Ihr Angebot im technischen und infrastrukturellen Gebäudemanagement umfasst Wartung und Instandsetzung der Gebäude-, Haus- und Elektrotechnik, Reinigung und Wartung. Auf diesen Basisdienstleistungen entwickelt die Post integrierte Kundenlösungen für Spitäler und Heime.
Management von Informations- und Finanzströmen
Als dem Postgeheimnis unterstehendes Unternehmen transportiert die Post bereits heute besonders schützenswerte Informationen. Sie hat ihre Fähigkeiten im Aufbau und Betrieb von nationalen Netzen und in den Bereichen Zahlungsverkehr, Rechnungsstellung und gesicherte Informationsübermittlung (Postzertifikate) unter Beweis gestellt. Dieses Know-how soll auch für die elektronische Verarbeitung von Daten im Gesundheitswesen angewendet werden. Sie bildet mit ihrem landesweiten Netz eine zentrale Schnittstelle zum Bürger und kann bei der Ausgabe einer elektronischen Gesundheitskarte und der dafür nötigen persönlichen Identifikation wertvolle Dienste erbringen.
Kantonale Modellversuche
Wie im Entwurf zur nationalen Strategie „eHealth“ des Bundes vorgesehen, soll die Gesundheitskarte den Schlüssel zu einer elektronischen Patientenakte bilden. Die Post kann die kantonalen Vorhaben für Modellversuche mit der gesetzlich vorgeschriebenen Versichertenkarte in idealer Weise unterstützen. Hierbei kann sie zusätzlich auf die Erfahrungen ihrer deutschen Tochtergesellschaft GHP zurückgreifen, die Deutschlands grösste Anbieterin in der Personalisierung von Versicherten- und Gesundheitskarten ist. Zusammen mit Partnerunternehmen plant die Post Versuche in verschiedenen Regionen durchzuführen und ist im Gespräch mit interessierten Kantonen.
Weiter bietet die Post über ihre Konzerngesellschaft yellowworld mit dem LifeSensor ab Sommer ein elektronisches Gesundheitstagebuch für Privatkunden an.