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Zertifizierung von Briefumschlägen
Hersteller von Couverts können neu ihre Umschläge bis Format B4 durch die Post auf ihre Verarbeitungseigenschaften und ihre Beschaffenheit prüfen und zertifizieren lassen. Der Grund: Heutige Briefsortieranlagen verlangen Couverts einiges ab. Mit Hochgeschwindigkeit werden Briefe sortiert, eingelesen und weitergeleitet. Dabei kann es leicht passieren, dass ungenügende Umschläge beschädigt werden. Ein zertifiziertes Couvert bringt beiden Vorteilen: den Herstellern von Umschlägen und der Post.
Umschläge konnte man zwar bislang bereits durch die Post testen lassen, aber nicht im Rahmen eines nach Kriterien klar definierten Zertifizierungsverfahrens. Mit der Einführung eines solchen Zertifikats ändert sich dies: Hersteller von Briefumschlägen können ihre Umschläge (bis Format B4) ab sofort von der Post prüfen und zertifizieren lassen. Für sie kann ein solches Zertifikat zum Verkaufsargument werden, weil derart verpackte Briefe problemlos und rasch verarbeitet werden können - und somit eine zuverlässige Zustellung garantiert werden kann. Die Post selbst kann mit dem Zertifikat zur Qualitätssicherung von Briefumschlägen beitragen und von reibungsloseren Verarbeitungsprozessen und weniger beschädigten Briefsendungen profitieren.
Das erste Zertifikat wurde im September 2003 für das "Wahl- und Abstimmungssystem"der Umschlag-Produzentin Seetal-Schaller AG erteilt. Ein weiteres Zertifizierungsverfahren läuft zurzeit.
Klare Zulassungs- und Prüfkriterien
Zum Prüfverfahren zugelassen sind Umschläge bis Format B4, Papierverpackungen (ohne Plastikfolien) und Sendungen mit maschineller Adresse. Die Umschläge müssen ferner maschinell verarbeitbar sein. Um das PostMail-Zertifikat zu erhalten, muss ein Umschlag vier Testläufe - je zwei auf einer Codier- sowie auf einer Feinsortieranlage - unbeschadet überstehen. Die Umschläge müssen zudem mit oder ohne Fenster so beschaffen sein, dass im ersten Durchlauf 98 Prozent der Adressen in Maschinenschrift (bei Grossforma-ten 96 Prozent) automatisch gelesen werden, im zweiten Durchlauf bei allen Formaten mindestens 99,5 Prozent.
Vorteile für alle
Pro Umschlagtyp, der PostMail zur Zertifizierung unterbreitet wird, entrichtet der Antragsteller einen Betrag von 1 000 Franken. Das gilt auch, wenn ein Umschlag die Kriterien nicht erfüllt und den Test nicht besteht, wobei das Testverfahren nach Behebung der entsprechenden Mängel wiederholt werden kann. Das Zertifikat gilt für zwei Jahre ab Ausstellungsdatum, solange am Produkt keine Veränderungen vorgenommen werden. Nach Ablauf der zwei Jahre kann kostenlos ein Antrag auf Verlängerung des Zertifikats gestellt werden.